Der Helm mit Widderhörnern von Heinrich VIII.

Heinrich VIII. muss großen Eindruck hinterlassen haben, wenn er mit dem gehörnten Helm auf dem Kopf in der Öffentlichkeit auftrat. Der Helm besteht aus Stahl und Messing und wurde in Innsbruck in den Jahren 1511 bis 1514 als Geschenk für den englischen König angefertigt. Die Rüstung, die zu dem Helm gehört, wurde vom österreichischen Kaiser Maximilian I. beim bekannten Plattnermeister Konrad Seusenhofer in Auftrag gegeben. Leider ist der Rest der Prunkrüstung heute nicht mehr erhalten.
Der extravagante Kopfschmuck mit den beeindruckenden Widderhörnern diente vermutlich zu Repräsentationszwecken bei diversen Festzügen und Turnierveranstaltungen und beinhaltete sogar einen Brillenaufsatz, da Heinrich VIII. unter starker Fehlsichtigkeit litt. Die Brillenhalterung ist mit runden Gläserfassungen ausgestattet und kann nach oben weggeklappt werden. Augen, Nase und Mund sind plastisch und detailreich ausgearbeitet. Sogar Zahnzwischenräume, die der Belüftung des Helms dienen, wurden aus dem Stahl geschnitten.

Neben der ungewöhnlichen Ausführung des Helms auch ein wunderbares Beispiel großartiger Handwerkskunst zu Ende des Spätmittelalters.

 

Hier noch ein kleines Video, in dem die Kuratorin des Royal Armouries Museum in Leeds den Hörnerhelm vorstellt.

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