Einbalsamieren einmal anders

Im Jahr 1903 schlug der aus Russland stammende und in Herkimer, New York, lebende Erfinder Joseph Karwowski eine radikale Methode zur Konservierung von Verstorbenen vor: er präsentierte eine bemerkenswerte Idee, die es ermöglichen sollte, die Toten in Glaswürfeln einzuschließen.
Als „Methode zur Konservierung der Toten“ patentiert, lieferte Karwowski Anleitungen „wie eine Leiche in einem transparenten Glasblock hermetisch eingehüllt werden kann“ und so „auf unbestimmte Zeit in perfektem und lebensechtem Zustand erhalten bleibt“. Das Verfahren klingt recht übersichtlich: Zuerst wird die Leiche mit „Natriumsilikat oder Wasserglas“ getränkt und nach dem Trocknen mit „geschmolzenem Glas“ bedeckt.
Aus der Patentzeichnung geht hervor, dass Karwowski auch durchaus von der Möglichkeit angetan war, den Kopf vom Rest des Körpers zu trennen und in einem separaten Glaswürfel als Briefbeschwerer oder Türstopper zu verwenden.

Durchgesetzt hat sich die Methode allerdings nicht, es gab auch keine ernsthaften Versuche, einen ‚Prototypen‘ unter Glas für die Ewigkeit zu bewahren.
Und so fand leider auch Joseph Karwowskis Idee keinen Eintrag in die Listen der herausragendsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts.

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